EGW-Ryder-Cup

Der Ryder-Cup ist bekanntermaßen ein Mannschaftsturnier zwischen den besten Golfern Europas und den Vereinigten Staaten. Benannt ist es nach dem britischen Saatguthändler und Golfsponsor Samuel Ryder.

Dass diese Turnierform auch für Amateure attraktiv sein kann, zeigten die Herren-30- und Herren- 50-Teams des EGW nun bereits zum dritten Mal.

In den Jahren 2017 und 2018 dominierten jeweils die Herren der AK 50 über ihre um mindestens 20 Jahre jüngeren Kontrahenten.

In diesem Jahr wollte Interimscaptain Felix Wiese die "Alten" mit der klaren Ansage „Dieses Jahr habt ihr keine Chance, dafür sind wir zu gut aufgestellt“ in die Schranken verweisen.

Voller Euphorie und motiviert bis in die Haarspitzen präsentierten sich die Spieler der AK 30 schon morgens beim Einspielen.
Wer von den Dreißigern bis zu diesem Zeitpunkt immer noch seine Zweifel an einem Sieg hatte, dem wurden diese spätestens bei der Bekanntgabe der Mannschaftsaufstellung der AK 50 genommen.
Kapitän Willi Stephan konnte an diesem Samstag, wie auch schon bei den Mannschaftsspielen der letzten Jahre, nicht aus dem Vollen schöpfen. Einige Teammitglieder waren im Urlaub, andere hatten kurzfristig abgesagt.
Kurzerhand wurden mit Thomas Berger, Harald Winkmann, Peter Weber und Uwe Goll vier Spieler nachnominiert, im Nachhinein ein Glücksgriff.
Trotz der personellen Probleme blieb der Kapitän Willi Stephan optimistisch. „Wenn jeder sein Können abruft und bis zum letzten Putt kämpft, dann haben wir auch eine Chance den Cup zu verteidigen.“

Es wurden drei 9-Loch-Runden in verschiedenen Spielformen ausgetragen:
Ein klassischer Vierer, ein Vierer Bestball und eine Runde Einzel.

Beim klassischen Vierer gab es außer zwei Unentschieden von Hammerschmidt/Sutter gegen Weber/Winkmann sowie Vogel/Flierl gegen Friedrich/Utta, für die Jungs der AK 30, nichts zu ernten.
Kapitän Felix Wiese und der amtierende AK 30 Clubmeister Jan Riedinger waren ebenso chancenlos gegen Willi Stephan/Rüdiger Rheinheimer wie Volker Wadle/Steffen Benoît gegen Uwe Goll/Thomas Berger.

Mit einer 3:1 Führung der 50er ging es in die Vierer-Bestball-Runde.
Neu ins Team bei der AK 30 kamen Iven Zimmermann und Harald Henninger, die für Thorsten Hammerschmidt und Albert Sutter eingewechselt wurden. Mit zwei frischen Spielern wollte Wiese diese Runde unbedingt für sein Team entscheiden. Dass sich diese mutige Auswechslung so auszahlen würde, hat er wahrscheinlich am wenigsten vermutet. Lediglich die Partie von Jan Riedinger/Patrick Vogel gegen die stark aufspielenden Willi Stephan/Harald Winkmann ging verloren.
Die restlichen 3 Partien gingen allesamt an das Wiese-Team.

Mit einem Punktegleichstand von 4 : 4 Punkten begannen die alles entscheidenden Einzel.
Da beim Ryder Cup dem Herausforderer ein Unentschieden nicht ausreicht, mussten die "Jungen" mindestens 4,5 Punkte für den Sieg einfahren.

Die Wiese-Truppe startete furios und führte im dritten Durchgang schnell mit 3,5 zu 0,5.
Felix Wiese, Steffen Benoît und Albert Sutter ließen ihren Gegnern, Matthias Friedrich, Peter Weber und Harald Winkmann, wenig Chancen die Spiele für sich zu entscheiden. Lediglich Thomas Berger erreichte ein sehr gutes Unentschieden gegen den fast 30 Jahre jüngeren Harald Henninger.

Der AK 30 fehlte nur noch 1 Punkt zum lang ersehnten Gesamtsieg, der in greifbarer Nähe schien weil mit Volker Wadle und Patrick Vogel die beiden stärksten Spieler der AK 30 noch unterwegs waren. Siegessicher wurden die Beiden dann auch am Grün der 9, mit ihren Kontrahenten Roger Utta und Willi Stephan, erwartet.
Bis zur 8 waren beide Partien ausgeglichen.
Die 9 musste die Entscheidung bringen.
Auf drei gute Abschläge von Volker Wadle, Patrick Vogel und Willi Stephan folgte ein weniger guter Abschlag von Roger Utta. Dieser Ball lag fast unspielbar mitten im kleinen Wäldchen vor dem rechten Grünbunker. Nach kurzem Überlegen nahm Utta sein Eisen 6 in die Hand und meisterte die brenzligen Situation im Stile eines Severiano Ballesteros:
Flach unter den Bäumen, am Bunker vorbei und ab ins Vorgrün, das Par war nur noch Formsache. Sichtlich geschockt von der Leistung seines Kontrahenten schob Volker Wadle seinen Birdie-Putt am Loch vorbei und erreichte „leider“ auch nur das Par. Das Match war geteilt und bescherte beiden Teams einen halben Punkt.
Im zweiten Match besiegte der amtierende Clubmeister der AK 50 Willi Stephan den Vize Clubmeister Patrick Vogel mit Par gegen Bogey und verkürzte somit auf 6 : 8 Punkte.

In diesen beiden Begegnungen lieferten Rüdiger Rheinheimer und Uwe Goll eine bärenstarke Leistung ab und ließen ihren jüngeren Gegnern Benjamin Flierl und Thorsten Hammerschmidt nicht den Hauch einer Chance.
Mit einem Endstand von 8:8 hatte, was wohl kaum noch einer geglaubt hatte, das 50er-Team den Pokal verteidigt.

AK-50-Captain Willi Stephan küdigte an, dass er den Jungen auch im nächsten Jahr die Chance geben will, den Pokal endlich einmal zu erobern.

Einen besonderen Dank gilt Felix Wiese für seine perfekte Planung und Organisation des Events, ebenso unserem Greenkeeper-Team für einen toll gepflegten Platz.

Willi Stephan, Captain AK 50

Ergebnisse:

Runde 1. (Klassischer Vierer). 1:3

Thomas Berger/Uwe Goll - Volker Wadle/Steffen Benoît 1:0
Peter Weber/Harald Winkmann - Thorsten Hammerschmidt/Albert Sutter 0,5 : 0,5
Matthias Friedrich/Roger Utta - Patrick Vogel/Benny Flierl 0,5 : 0,5
Willi Stephan/Rüdiger Rheinheimer - Felix Wiese/Jan Riedinger 1 : 0


Runde 2. (4Ball Bestball). 3:1

Wadle/Zimmermann - Rheinheimer/Weber 1 : 0
Benoît/Henninger - Utta/Berger 1 : 0
Flierl/Wiese - Goll/Friedrich 1 : 0
Riedinger/Vogel - Stephan/Winkmann 0 : 1


Runde 3. (Einzel). 4:4

Wiese - Friedrich 1 : 0
Sutter - Weber 1 : 0
Benoît - Winkmann 1 : 0
Henninger - Berger 0,5 : 0,5
Flierl - Rheinheimer 0 : 1
Wadle - Utta 0,5 : 0,5
Hammerschmidt - Goll 0 : 1
Vogel - Stephan 0 : 1

Endergebnis: 8:8
(Fotos folgen)

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